Peter Orzechowski

Die nächste Migrationswelle kündigt sich nicht an – sie wird gemacht

Während in Europa über Grenzschutz, Asylquoten und integrationspolitische Detailfragen gestritten wird, vollzieht sich abseits der öffentlichen Wahrnehmung eine Entwicklung von historischer Dimension. Im nordostafrikanischen Sudan entfaltet sich seit genau einem Jahr eine Katastrophe: Hunderttausende sind bereits ums Leben gekommen, womöglich über 400 000. Rund 13 Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Michael Brückner

Klein, aber prosperierend: Ein Lob auf die Mikrostaaten

Der Trend hin zur Größe ist bei den Staaten unverkennbar. Nicht small, sondern big scheint beautiful zu sein. Nationen schließen sich entweder zu Bundesstaaten wie der EU zusammen oder aber zu fragilen Staatenbündnissen, von denen BRICS+ nur das aktuellste Beispiel darstellt. Seit dem Jahr 2000 wuchs die Europäische Union um 13 Mitgliedstaaten; aktuell stehen weitere 10 Beitrittskandidaten auf der »Warteliste« – von Albanien bis zur Ukraine. »Ist der Kleinstaat überhaupt noch aktuell?«, fragte schon der renommierte österreichische Publizist Gerd-Klaus Kaltenbrunner (1939–2011) in dem von ihm herausgegebenen Buch Lob des Kleinstaates. Und er fuhr fort: »Gehört nicht zur Signatur unseres Zeitalters das Streben nach immer größeren regionalen, internationalen und supranationalen Zusammenschlüssen […]?«

Birgit Stöger

Krieg der Geschlechter: Warum Männer und Frauen nicht mehr zueinanderfinden

Die Single-Epidemie wütet im gesamten Westen. In Deutschland lebten 2024 laut Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes in den Altersgruppen 25–45 Jahre über 38 Prozent der Männer alleinstehend – bei Frauen waren es deutlich weniger. Die zusammengefasste Geburtenziffer sank 2024 auf 1,35 Kinder pro Frau, ein historischer Tiefstand. Ehen werden seltener geschlossen, und wenn doch, enden sie oft in Scheidung. Stattdessen: Frust, Einsamkeit und ein wachsender Graben zwischen den Geschlechtern.

Jessica Horn

Wer hat Angst vor der KI?

»[Der Arbeiter] wird ein bloßes Zubehör der Maschine, von dem nur der einfachste, eintönigste, am leichtesten erlernbare Handgriff verlangt wird«, so warnten Karl Marx und Friedrich Engels einst zu Beginn der industriellen Revolution vor der Dequalifizierung des Arbeiters. Dass auch in der nunmehr vorherrschenden vierten industriellen Revolution die Skepsis gegenüber künstlicher Intelligenz (KI) zumindest in den USA rasant wächst, zeigt der jüngste AI Index der Stanford University. Während 73 Prozent der Fachleute eine Verbesserung der Arbeitsplätze durch KI-Systeme sehen, teilen diese Einschätzung nur 23 Prozent der (einfachen) Bevölkerung, wie die Financial Times Mitte April berichtete.

Michael Grandt

Links-wokes Großbritannien: Jedes dritte Baby wird schon abgetrieben

Kaum ein gesellschaftliches Thema ist so stark von Emotionen, Weltanschauungen und politischen Deutungen geprägt wie die Abtreibung. Während progressive Linke Abtreibung als Teil der »reproduktiven Gesundheit« und des Selbstbestimmungsrechts der Frau betrachten, sehen Konservative darin die Tötung eines ungeborenen Kindes – also schlichtweg Mord.

Andreas von Rétyi

Hardliner im Irankrieg: Wer ist Ahmad Vahidi?

Widersprüchliche Signale, harte Drohungen und ein Machtwechsel in Teheran: Mit Ahmad Vahidi rückt ein Hardliner an die Spitze der Revolutionsgarden. Wer ist der Mann, der im aktuellen Konflikt an Einfluss gewinnt?

Werner Reichel

Das System Epstein und der öffentlich-rechtliche Rundfunk

Der ORF, der öffentlich-rechtliche Rundfunk Österreichs, wird derzeit von zahlreichen Skandalen erschüttert. Sie reichen von Belästigungsvorwürfen über kolportierten Drogenkonsum bis hin zu Bereicherung und Misswirtschaft. In diesem abgehobenen und mit Gebühren üppig finanzierten Rundfunkbiotop haben sich Strukturen herausgebildet, die frappant an das Epstein-Netzwerk erinnern.

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